Deutscher Wetterdienst hebt Orkan-Warnung für den Kreis Gütersloh auf

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Orkan Friederike im Altkreis Halle: Unterhalb der Burg Ravensberg - © Anke Schneider
Orkan Friederike im Altkreis Halle: Unterhalb der Burg Ravensberg (© Anke Schneider)

Altkreis Halle (zim/upo/fja). Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung vor Orkanböen für den Kreis Gütersloh um 15.48 Uhr aufgehoben. Die Warnung vor Sturmböen bleibt weiterhin bestehen. Sturmtief Friederike hatte ab Donnerstagvormittag für zahlreiche Schäden gesorgt. Der DWD warnte vorab vor Sturm- und Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. Die Polizei im Kreis Gütersloh forderte die Menschen auf, in ihren Häusern zu bleiben. Es seien unzählige Bäume und Bauzäune umgestürzt. Auch einige Dächer seien beschädigt worden.

Das Sturmtief Friederike zieht derzeit über breite Teile von NRW und das südliche Niedersachen hinweg. Der Bahnverkehr in NRW ist komplett eingestellt worden. Auch den Fernverkehr hat die Bahn bundesweit eingestellt.

Orkantief Friederike erreicht den Altkreis Halle

Die Stadt Versmold warnt die Bürger ebenfalls vor dem Sturm. Mit einem Sirenenalarm sollen die Menschen dazu aufgefordert werden, in ihren Häusern zu bleiben, um sich keiner Gefährdung auszusetzen. Die Stadtbibliothek und die Dreifach-Sporthalle der Hauptschule bleiben geschlossen.

Zahlreiche Schulen im Altkreis beschlossen, den Unterricht früher als gewöhnlich zu beenden. Das Kreisgymnasium Halle ließ den Unterricht nach der sechsten Stunde, an 12.40 Uhr, ausfallen. Das Berufskolleg in Halle hat seine Schüler nach der vierten Stunde, um 10.50 Uhr, nach Hause geschickt.

Das CJD-Gymnasium in Versmold schickte seine Schüler um 13.15 Uhr nach Hause, die Sekundarschule ließ den Unterricht normal laufen.Die PAB-Gesamtschule in Werther und Borgholzhausen hat um 12.30 Uhr den Unterricht beendet.

„Bei uns läuft geregelter Unterricht", teilt Frank Kahrau, Leiter der Steinhagener Realschule auf HK-Nachfrage mit. Etwa 30 Schüler seien nicht zum Unterricht erschienen, das hätten die Eltern so entschieden. Nur vereinzelt hätten Eltern davon Gebrauch gemacht, ihre Kinder im Verlauf des Tages abzuholen. Die Schüler komplett nach Hause zu schicken, während es draußen stürmt und ohnehin keine Busse bereit stehen, hält Kahrau für fahrlässig. Der Großteil der Schüler bleibe bis 15 Uhr in der Schule. „Wir haben allerdings darauf hingewiesen, den Pausenhof sicherheitshalber zu meiden", so der Schulleiter.

Das Steinhagener Gymnasium hält laut dem stellvertretenden Leiter Stefan Binder den normalen Unterricht ebenfalls aufrecht. Nur wenige Oberstufenschüler hätten sich dazu entschieden, angesichts der Wetterlage erst gar nicht zum Unterricht zu erscheinen. Anders sieht es offenbar an der Grundschule Laukshof aus. Laut Schulamtsleiterin Gabi Schneegaß habe der Großteil der Eltern die Kinder zu Hause gelassen oder vorzeitig abgeholt. Am Mittag wurden nur noch 20 Kinder in der OGS betreut.

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