Zitterpartie mit Happy End für Spvg. Steinhagen

Handball-Verbandsliga: Durch einen hart erkämpften 27:24 (17:13)-Erfolg gegen Schlusslicht HSG Hüllhorst verschafft sich die Spvg. Steinhagen Luft nach unten

SVEN HAUHART

Ein hartes Stück Arbeit: Christoph Lewanzik und die Spvg. Steinhagen mussten sich gegen Hüllhorst mächtig strecken. - © Sven Hauhart
Ein hartes Stück Arbeit: Christoph Lewanzik und die Spvg. Steinhagen mussten sich gegen Hüllhorst mächtig strecken. (© Sven Hauhart)

Steinhagen.„Das waren zwei super wichtige Punkte. Damit kann ich heute erst mal gut leben." Steinhagens Trainer Torben Gottsleben war am Samstag nach dem Sieg gegen den Tabellenletzten vor allem eines: erleichtert. Die Frage nach dem »Wie« verschob er auf diese Woche.

Dass die Analyse durchaus kritisch ausfallen dürfte, verrieten allerdings Gestik und Mimik von Gottsleben und seinem »Co« Marc-Oliver Pieper während der 60 Minuten zuvor. Als die Hüllhorster Mitte der ersten Hälfte mit 7:6 in Führung gingen, malträtierte Pieper die Wand hinter der Steinhagener Trainerbank mit einem herzhaften Faustschlag. Die anschließende Diskussion mit Gottsleben samt folgender Auszeit brachte nicht unmittelbar Besserung: Die Gäste blieben bis zum 9:7 (19.) vorn, weil Steinhagen zu viele Chancen leichtfertig liegenließ. „Dass wir die freien Dinger verwerfen, ist ja gewissermaßen der rote Faden, der sich schon durch unsere ganze Saison zieht", haderte Gottsleben.

Wenigstens stand die Defensive, und da die Gastgeber die Lücken, die der Hüllhorster Mittelblock immer wieder bot, nun auch konsequenter nutzten, zogen sie mit einem 5:0-Lauf auf 12:9 (23.) davon. Beim letzten Treffer der ersten Hälfte – einem von Jonas Maiwald blitzsauber abgeschlossenen Gegenstoß zum 17:13 – zeigte Gottsleben zum ersten Mal die Jubelfaust.

Bohnemeier und Gottsleben sollen künftig das Trainergespann bilden

Diese blieb nach dem Wechsel lange in der Tasche. Gestützt auf ihren überragenden Torhüter Jan-Philip Schnute holten die im Fanbus angereisten Gäste Tor um Tor auf. Beim Stand von 24:23 (55.) für Steinhagen drohte die Partie gar zu kippen. Doch statt den Ausgleich zu erzielen, scheiterte Hüllhorst am Pfosten – die Entscheidung. Denn gegen nun immer offener deckende Gäste behielt Steinhagen die Nerven und sorgte so für ein Happy End. „Bei unserer momentan nicht überragenden Situation war es klar, dass es eine Zitterpartie wird, wenn es lange eng ist", sagte Gottsleben.

Die später gestellte Frage, ob es Neuigkeiten in der Trainerfrage gebe, verneinte er. Wie berichtet, soll es in Steinhagen künftig ein gleichberechtigtes Trainergespann geben. Nach HK-Informationen wird Hesselteichs Noch-Trainer Michael Bohnemeier dieses in der kommenden Saison zusammen mit Gottsleben bilden.

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